Die erste Xbox, die eigentlich die dritte ist.
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 23.05.2013 um 00:00
 Kategorien: Spiele, Branche, Hard- und Software
Nun ist also endlich auch diese Katze aus dem Sack: Microsoft hat einen VHS-Rekorder namens Xbox One angekündigt. Bitte? Das ist kein Videorekorder? Eine NextGen-Konsole soll das sein?! Okay, wenn ihr meint. Für mich sieht das Ding aus wie ein alter Toploader. Und basierend auf dem, was auf dem Reveal am Dienstagabend gezeigt wurde, bleibe ich auch dabei: Das hatte mehr mit Fernsehen und Socialkram zu tun als mit Spielen. Also wo kann ich meine alten Videokassetten reinschieben in das Ding?

Herstellerbild zu Forza Motorsport 5Zugegeben: Ein paar Spiele wurden natürlich gezeigt. Forza Motorsport 5 zum Beispiel. Nachdem ich aktuell immer noch saumässig viel Spaß mit Forza Horizon habe, definitiv ein Titel auf den ich mich durchaus freue. Allerdings sieht Forza Horizon auch heute noch richtig super aus. Entsprechend muss Teil 5 die Latte schon ein bisschen höher legen. Der Trailer hat mich auf jeden Fall nicht umgehauen. Ach und falls gerade jemand irritiert ist: Forza Horizon ist ein Spin-Off der Forza Motorsport-Serie. Deswegen ist der kommende der fünfte und nicht der sechste Teil der Reihe. Immerhin haben sie davon abgesehen einfach mal wieder die Zahl wegzulassen. Ich hoffe, dass bleibt bis zum Release auch so.

Ein paar Spiele

Dann wäre da noch Quantum Break, das Neue von Remedy Entertainment. Klingt im ersten Moment wie ein Nachfolger im Geiste zu Alan Wake. Prinzipiell nicht schlecht, aber der Trailer könnte nicht nichtssagender sein. Hinzu kommt noch, dass die Rendersequenz mit dem Schiff, das in die Brücke fährt richtig schlecht aussieht. Ich habe die starke Vermutung, dass der Trailer schnell fertig werden musste. Würde mich sogar nicht einmal wundern, wenn im fertigen Spiel die Szene überhaupt nicht vorkommt. Aber das ist ja generell nichts Neues.

Was haben wir noch? Ach genau: FIFA 14, Madden 14, NBA Live 14 und UFC14. Ja, was soll man dazu viel sagen. Höchstens, dass ich die Idee hinter EA Ignite gar nicht so dumm finde aus Entwicklersicht. Sprich eine Toolsammlung übergreifend für alle Sportspiele von EA, um in allen Titeln unter der Haube ein gewisses Mindestmaß zu erfüllen (zum Beispiel bei der KI). Das könnte auch für die Spieler positive Auswirkungen haben je nachdem wie an EA Ignite gebastelt wird. Wenn da konstant über das Jahr ein Team sitzt, das nur an diesen Unter-der-Haube-Funktionen rummacht und mit nichts anderem beschäftigt ist, erwarte ich definitiv ab sofort größere Unterschiede zwischen den Versionen jedes Jahr.

Den Abschluss in Sachen Spielen und auch das Ende des Events stellte die offizielle Ankündigung von Call of Duty: Ghosts dar. Aber dazu sage ich nichts mehr. Ich bin es mittlerweile Leid mich über diese Serie und diesem generellen Trend auszulassen. Das war auf der Sony-Pressekonferenz schließlich nicht viel besser mit Killzone & Co.

Die Hardware

So viel also zu den Spielen. Aber interessanter ist natürlich erst einmal das, was dann später tatsächlich im Wohnzimmer stehen soll. Wie man an meiner Einleitung sicherlich schon erkennen konnte, bin ich genauso wie gefühlt 99% aller anderen Internetnutzer wenig begeistert davon. Aber das ist wie immer einfach Geschmackssache und sicherlich nichts, was mich vom Kauf abhalten würde. Immerhin kann sich das Gamepad weiterhin sehen lassen und die Neuerungen erscheinen mir interessanter und sinnvoller als bei Sony (Rumble in den Triggern, verbessertes D-Pad, leichtere Analogsticks, verschobener Batteriepack). Gefällt mir alles definitiv besser als das Pad von Sony. Blöd nur, dass ihr eure alten Xbox 360 Pads alle wegschmeißen könnt. Die sind mit Xbox One nämlich nicht kompatibel. Angeblich würde die neue Box eine andere Funktechnologie nutzen. Entsprechend braucht es dann auch für die Benutzung am PC garantiert wieder einen neuen Adapter.

Eine ähnliche Begründung (geht nicht mehr, weil andere Architektur) kommt auch in einem anderen Bereich zum Einsatz, nämlich bei der Rückwärtskompatibilität. Die ist nicht vorhanden. Okay, das stimmt wohl nicht ganz: Es soll, was aber nur ein Gerücht ist derzeit, ähnlich wie anfangs auf der Xbox 360 eine Handvoll Titel geben, die über einen internen Emulator gespielt werden können. Erwartet davon aber nicht zu viel. Das war schon vor acht Jahren ein absoluter Witz (nur eine kleine und teilweise ziemlich fragwürdige Auswahl). Um eure über Jahre gepflegte und gehegte Spielesammlung weiterhin nutzen zu können, müsst ihr eure alte Box in Betrieb halten.

Ich verstehe es einfach nicht. Es gibt für den PC einen natürlich höchst illegalen Xbox 360-Emulator, der auf einem Mittelklasse-Rechner einwandfrei läuft (nicht, dass ich das jemals getestet hätte *ähm*) und dann will mir Microsoft erzählen es wäre zu umständlich auf einer 8-Core-CPU mit 8 GB Ram so ein Ding für alle alten Titel zum Laufen zu bringen. Ja, ich weiß: Der Hauptgrund dürfte vermutlich der zusätzliche Support sein, den sich Microsoft sparen möchte. Das hält mich aber nicht davon ab trotzdem massiv mit dem Kopf zu schütteln vor allem es tatsächlich ein paar Xbox 360 Titel geben sollte, die für Xbox One re-released werden. Das hat Nintendo weiterhin besser drauf.

Das intelligente Auge

Herstellerbild zur Xbox OneWie erwartet gibt es ein Blu-ray-Laufwerk. Damit wird hoffentlich das Ende der DVD im gesamten Spielesektor eingeläutet. Also auch auf dem PC. Ja, die CD wurde auch nicht über Nacht ersetzt. Aber damals gab es zumindest ein paar Firmen, die damit angefangen haben (Baldur’s Gate auf einer DVD!) und so langsam aber sicher den Wechsel herbeigeführt haben. Heutzutage gibt es jedoch noch überhaupt kein Spiel auf Blu-ray für den Rechner. Stattdessen sind wir mittlerweile schon wieder im Disk-Jockey-Zeitalter angekommen mit zwei DVDs als Minimum. Wenn nun allerdings die Produktionsstraßen sowieso umgebaut sind, habe ich wie schon einmal erwähnt tatsächlich die Hoffnung, dass sich das nun langsam ändert.

Dann wäre da natürlich noch Kinect 2.0. Das klang alles in allem durchaus interessant aus technischer Sicht. Eben in allen Belangen besser als die erste und auch die PC-Version. Womit wir aber schon beim ersten Problem sind: Warum gibt Microsoft nicht endlich die Grenzen zwischen Windows und Xbox auf? Da wird groß getönt von wegen Zusammenarbeit mit anderen Geräten, aber der heimische PC ist da weiterhin außen vor und damit auch die vielen coolen Sachen, die mit Kinect for Windows mittlerweile gemacht wurden. Während auf der Box weiterhin nur Kinderspiele Kinect annähernd anständig nutzen, gibt es auf PC mittlerweile richtig coole Prototypen. Nur kann sie halt keiner Benutzen, weil Kinect for Windows sich nur ein paar interessierte Entwickler angeschafft haben und die Sachen nicht auf der Xbox laufen. Es hörte sich auf dem Reveal nicht so an, als würde sich an diesem Schwachsinn irgendetwas ändern. Dabei wäre doch genau das ein Gebiet bei dem sie mit Sony den Boden aufwischen könnten.

Der Rest

Die beiden großen Themen, die jetzt natürlich die Runde im Netz machen, sind die Sache mit der Internetverbindung und den Gebrauchtspielen. Laut Microsoft muss die Xbox One zwar nicht dauerhaft online sein, aber sie ist zum einen voll auf Cloud-Unterstützung ausgelegt und zum anderen muss sie wohl zwingend einmal alle 24 Stunden am Netz sein. Warum genau ist derzeit nicht bekannt, aber ich kann mir durchaus vorstellen, das damit auch gemoddete Konsolen aussortiert werden sollen. Diese Aussage wurde allerdings von Microsoft in der Zwischenzeit als nicht ganz korrekt bezeichnet. Genauere Details gibt es trotzdem nicht dazu.

Bei den Gebrauchtspielen sieht es wohl so aus, dass ab sofort alle Spiele mit eurem Xbox-Live-Account verbunden werden müssen. Damit ist, wie bei Steam, Origin oder UPlay, das Thema quasi erledigt. Wenn euer Kumpel spielen will, müsst ihr ihm eure Accountdaten geben (Konsolengebunden sind die Spiele wohl nicht). Allerdings wurde mittlerweile erwähnt, dass es wohl eine Möglichkeit geben soll eure Spiele online einzutauschen, was auch immer das heißen soll. Vielleicht ein GameStop-ähnliches Modell, bei dem ihr quasi so gut wie nix zurückbekommt und das als Gutschrift dann auf eurem Xbox-Live-Konto landet oder so.

Ich persönlich sehe beide Themen bekanntlich nicht als großartig relevant an. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich meinen Kumpels praktisch keine Spiele (egal ob PC oder Konsole) mehr ausleihen kann. Und so wie ich aktuell die Xbox 360 verwende, stört mich auch der Onlinezwang nicht. Nur die Sache mit der Xbox-Live-Goldmitgliedschaft und den Drecks Microsoft Points, die kotzt mich an. Dazu gab es aber meines Wissens keine Aussage auf dem Reveal obwohl zuvor mal wieder das Gerücht die Runde machte, dass die Points eingestellt werden.

Fazit

Das Event an sich war noch unspektakulärer als das von Sony zur PlayStation 4. Und auch die Konsole reizt mich derzeit überhaupt nicht. Man kann viel über Sonys Exklusiv-Strategie meckern, aber sie haben dafür richtig geniale (Indie-)Titel dabei. Da kann Microsoft mit ihrem halbherzigen XBLA-System offensichtlich weiterhin einfach nicht mithalten. Entsprechend wundert es mich nicht, dass gestern die Aktien von Sony 10% zugelegt haben.

Dennoch muss ich ganz klar sagen, dass mich auch die PlayStation 4 derzeit nicht reizt. Ich bin da im selben Boot wie andere Journalisten, die nun sagen, dass dies ein letztes Aufbäumen einer mittlerweile völlig veralteten Geschäftsidee ist und dies tatsächlich die letzte Generation von Konsolen ist wie wir sie kennen. Das war beim Microsoft-Event dank des extremen Fokus auf die TV-Features so deutlich wie noch nie. Sollte Valve demnächst endlich mit ihrer Steambox rauskommen und damit den PC im Wohnzimmer endgültig massentauglich machen, sehe ich das Thema endgültig als erledigt an.

Derzeit kann ich auf jeden Fall für mich folgendes festhalten: Ich werde voraussichtlich nicht zum Ende des Jahres direkt eine der neuen Konsolen kaufen. Wenn ich dann 2014 doch mal zuschlage, wird es voraussichtlich die Xbox One sein. Das klingt erst einmal bescheuert, nach dem negativen Text da oben. Aber das ist leider wie bei Apple. Ich habe mittlerweile so viel Zeugs mit meinem Xbox Live /iTunes Account verbunden, da wäre es rausgeschmissenes Geld plötzlich zu PlayStation/Android zu wechseln. Ich reite schließlich nicht aus Spaß ständig auf dem Thema der Rückwärtskompatibilität rum. Aber: Ich überlege jetzt wirklich ernsthaft mir Ende des Jahres eine vermutlich dann noch einmal wesentlich billigere PlayStation 3 mit allen wichtigen Exklusiv-Titeln zu holen. Das sehe ich derzeit als sinnvollere Investition von 500 Euro (es sind durchaus ein paar Spiele, die mich interessieren smile) an als die nächste Generation. Also zumindest wenn wir innerhalb des Themas bleiben, bevor jetzt hier wieder einer eine Grundsatzdiskussion anfängt von wegen "mit dem Geld könntest du viel besser das und das machen".

Bis Montag!
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 Hardwarerundumschlag 2012 (Podcast)
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 26.11.2012 um 00:00
 Kategorien: Podcast, Hard- und Software
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Bagdadsoftware Podcast - Folge Nr. 46 – Hardwarerundumschlag 2012
(Rechtsklick -> Ziel speichern unter...)
Ganze vier Stunden lang haben wir drei uns unterhalten (die meiste Zeit allerdings Azzkickr und Dod) und eigentlich ärgere ich mich schon ein wenig darüber, dass ich nach 1 1/2 Stunden die Aufnahme beendet habe. Schließlich ging es auch danach noch hauptsächlich um einige interessante Themen rund um die Rechnerhardware. Aber gut: Die Folge ist schon so für Bagdadsoftware-Verhältnisse zu lang und wer hätte das alles Schneiden sollen? Von daher passt das schon, was wir da fabriziert haben.

Die Folge

Und was haben wir fabriziert? Natürlich eine äußerst spannende Unterhaltung über die einzelnen Hardware-Bestandteile im Rechner. Eben der jährliche Hardwarerundumschlag. Statt jedoch wieder relativ ziellos drauf los zu diskutieren, hatte ich dieses Mal ein Rahmenprogramm festgelegt. Und zwar möchte ich mir nächstes Jahr mal wieder einen neuen Rechner zusammenbauen. Dazu hätte ich die beiden dann sowieso befragt, wenn auch erst im Frühjahr. Aber wenn ich schon zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen kann, dann sollte man das im Sinne der Effizienz natürlich auch tun.

Das war übrigens (wie geschickt ich das wieder gemacht habe smile) auch die wichtigste Erkenntnis unserer Diskussion: Leitungsmäßig gibt es weiterhin nur wenig Bewegung. Es geht stattdessen weiterhin vor allem darum Strom zu sparen und weniger Platz zu verbrauchen. Gleichzeitig kommen aber auch die "Gadgets" stärker ins Lampenlicht: 3D, Videobrillen, hochauflösende Monitore und netzgebundene Speicher (NAS). Darüber reden wir entsprechend auch ausführlich, wenn nicht sogar unterm Strich am meisten. Außerdem dieses Mal mit dabei: Netzteile, da dies auch immer so ein großes Fragezeichen ist. Hier nutzen Dod und Azzkickr die Gelegenheit, um euch über das Herstellermärchen der großen Wattzahlen aufzuklären.

Mein Fazit

Die beiden waren sich insgesamt wieder ziemlich einig und vor allem Dod hat gerne sowohl Azzkickr als auch mir reingeredet. Dennoch: Die beiden wissen einfach, wovon sie sprechen. Das Ergebnis sind lockere 1 1/2 Stunden (ich verfalle Zwischendurch mal wieder in meinen Dialekt) voller interessanter und vor allem brauchbarer Informationen, nicht nur für mich in Bezug auf meinen neuen Rechnern, sondern auch garantiert für euch (was auch immer ihr so plant).

Mal schauen wann ich die beiden das nächste Mal zusammenbringe. Vielleicht eine Folge über Windows 8 im neuen Jahr? Spätestens aber zum Hardwarerundumschlag 2013 -- in welcher Form dieser auch immer dann sein wird.

Nun ist es aber genug mit dem Begleittext. Los, Anhören und danach ab in die Kommentare!

Podcast Nr. 46 im Detail

Zu Wort kommen: Christoph "Sicarius" Hofmann, Timo "Azzkickr" P., Dennis "Dod" Ziesecke

Zeitleiste:
  • 00:00:15 - Einleitung
  • 00:02:05 - Christoph erzählt von seiner aktuellen Rechner-Situation
  • 00:03:56 - Die CPU
  • 00:08:05 - Das Mainboard und seine Schnittstellen
  • 00:18:20 - Der Arbeitsspeicher
  • 00:24:09 - Die Grafikkarte
  • 00:25:25 - Timo bringt zusätzlich das Thema "3D" ins Spiel
  • 00:28:28 - Dennis wirft das Thema "Videobrillen" hinterher
  • 00:30:40 - Der Kreis schließt sich und alle kommen zurück zu den Grafikkarten
  • 00:37:32 - Der Monitor
  • 00:48:04 - Die Soundkarte
  • 00:55:38 - Die Festplatten/der netzgebundene Speicher
  • 01:03:38 - Timo erwähnt das Thema "Lautstärke"
  • 01:08:07 - Die Lüfter
  • 01:10:21 - Das Netzteil
  • 01:18:01 - Abmoderation
  • 01:18:48 - Ende
Technische Daten: 78:37min lang; 128kbit Qualität (Mono); 71,99 MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS5

Musikcredits:
Intro: Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick - SimCity 2000 - Track 47 (Komplett)
Trenner: Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick - SimCity 2000 - Track 31 (Auszug)
Outro: Frank Klepacki - The Legend of Kyrandia - Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:
Azzkickr - Azzkickrs Userprofil bei GamersGlobal
Dennis Ziesecke - Dennis' Userprofil bei GamersGlobal
Rechenmaschine - Das aktuelle System des Webmasters
Test: Welchen RAM für Intel "Ivy Bridge"? - Der von Azzkickr erwähnte Testbericht zu Arbeitsspeichern von Computerbase

Vorabankündigung
Wie im Podcast auch erwähnt, habe ich nun offiziell den Veröffentlichungszyklus auf „sporadisch" geändert. Wenn sich etwas ergibt, werde ich einen machen. Aber genaue Termine kann ich euch derzeit entsprechend nicht mehr nennen. Schaut einfach regelmäßig auf Bagdadsoftware vorbei und/oder abonniert entweder den Podcast-Feed oder die iTunes-Seite.
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 Ungeplanter Umzug
 Verfasst von Azzkickr
 Am 08.11.2012 um 00:00
 Kategorien: Hard- und Software, Gastbeiträge
Logo von Windows 8Vor einigen Tagen ist etwas passiert, womit ich selbst nicht gerechnet hätte: ich habe Spontanität, Flexibilität und Risikobereitschaft an den Tag gelegt! Bin ich normal einer dieser "Buchhaltertypen", bei denen von A-Z und von 0-24 Uhr alles durchgeplant ist und die grundsätzlich nichts verändern, wenn sie halbwegs zufrieden sind oder auch nur die geringste Chance auf unnötige Probleme sehen, habe ich mir überraschenderweise bewiesen, dass ich es ab und zu auch anders kann. Was ist passiert? Nun, Windows 8 ist passiert. Aber von vorne.

Grundsätzlich habe ich ja zu dem (konservativen?) Personenkreis gehört, der Windows 8 bestenfalls als "nicht sinnvoll für Desktop-Nutzer" beurteilt hat. Es waren also nicht nur meine oben beschriebenen Charaktereigenschaften, die einen Wechsel des Betriebssystems unwahrscheinlich werden ließen, sondern auch technische Gegenargumente, die hauptsächlich auf die neue ModernUI (ehemals: MetroUI) zurückzuführen sind. Kurzum: wozu auf Windows 8 wechseln, wenn danach altbekannte Aktionen länger dauern und die Produktivität daher sinkt?

"Dummerweise" war es nun aber so, dass wir Anspruch auf eine Windows 8 Pro Upgrade Version für günstige 14,99 € hatten, da sich meine Mutter im Aktionszeitraum zufälligerweise ein neues Notebook gekauft hatte. Und da das einzige andere Familienmitglied, das sich für PCs interessiert (Vadder) kein Upgrade sondern unbedingt die Vollversion wollte, war ich also der einzige, der für dieses Schnäppchen in Frage kommt. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese 15 Euro gut investiert sind – man kann den Key ja notfalls noch weiterverkaufen. Gesagt, getan: Windows Upgrade Advisor laufen lassen: jawoll, keine schweren Kompatibilitätsprobleme, in den Warenkorb gelegt, Geld überwiesen, runtergeladen.

Lasset die Spiele beginnen!

Und dann ging der "Spaß" los smile Was jetzt folgt ist definitiv kein Test zu Windows 8. Und mit Objektivität haben die folgenden Ausführungen ganz sicher auch nix zu tun. Wer so was sucht, findet das im Internet massenweise. Ich erläutere einfach nur mal ganz zwanglos und "frei heraus" meine ersten Schritte und Eindrücke zum neuen Betriebssystem.

Mein ursprünglicher Plan war es, das Upgrade – naheliegender Weise – über die bestehende Windows 7 Version drüber zu installieren, auch wenn ich von diesen Methoden normalerweise nichts halte (ich bin fest davon überzeugt, dass da immer irgendein Chaos samt Problemen und vor allem unnützer Daten und Registrierungseinträgen auf der Platte entstehen). Aber ich wollte mir eine Sicherung meiner vielen Daten ersparen. Zumal man ja heute gar nicht mehr richtig weiß, z.B. welches Spiel seine Spielstände und Einstellungen wo gespeichert hat. Man ist noch gut bedient, wenn’s alles in einem Ordner in den Eigenen Dateien liegt (was ist das bitte für ein unsinniger Trend, alles in den versteckten Ordner C:BenutzerBenutzernameAppDataLocal zu packen?!). Und da ich gerade mehrere Spiele intensiv angezockt habe (Assassins Creed 2, GRID, Fallout:NV), wollte ich das Risiko eines Datenverlusts nicht eingehen. Also, lange Rede, kurzer Sinn: schnell ein Image auf DVD sowie auf USB-Stick gespeichert und dann die Installation gestartet, Key eingegeben...und, naja, Installation wieder beendet. Was ist passiert? Speicherplatz ist passiert! Das ist eben das Problem, wenn man nur eine SSD mit 64GB hat, von denen nur noch 6GB frei sind. Weshalb Microsoft für die Installation von Win8 aber 20GB benötigt, obwohl das neue Betriebssystem sogar noch kleiner ist als der Vorgänger, ist mir ein Rätsel. Naja, mein Fehler, hätte mir auch die Systemanforderungen mal richtig durchlesen können. Aber auch der nette Upgrade Advisor hätte mich mal drauf aufmerksam machen können.

Also dann halt doch neu aufsetzen. In Ordnung. Wollte eh schon immer mal ein Windows von USB-Stick installieren smile. Und ja, ich als Ordnungsfanatiker freu mich auch immer wieder über eine "clean-installation", wo man so richtig schön bei null anfangen kann. Also USB-Stick angesteckt, Rechner neu gestartet, Boot-Reihenfolge geändert, nochmal neu gestartet, Installation gestartet, c: formatiert und dann...naja...Installation abgebrochen. Was ist denn nun wieder passiert? Partitionstabellen sind passiert!

Jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass das tatsächlich ein Bereich ist, in dem ich mich bis dato nicht ausgekannt habe. Aber man lernt ja nie aus. Die Kurzfassung: mit der Einführung von UEFI (dem BIOS-Nachfolger) haben sich wohl auch die verwendeten Partitionstabellen geändert. Und zwar von MBR (Master Boot Record) auf GPT. Die größte Veränderung ist dabei wohl die Unterstützung von Festplatten >3TB. Aber da hab ich mich nicht weiter informiert. Wie auch immer: Windows 8 war jetzt auf jeden Fall der Meinung, dass es sich nur auf GPT installieren lässt und behauptete, ich würde noch MBR verwenden, was insofern sehr kurios ist, da ich mein Windows 7 ja ebenfalls auf demselben System ohne dieses Problem installieren konnte. Wie auch immer: bis ich das alles herausgefunden hatte, verging eine gute Stunde, in der ich auch das Notebook meiner Mutter beschlagnahmen musste. Schließlich hatte ich ja kein eigenes Betriebssystem mehr zu dem Zeitpunkt. Zudem stand ich vor dem teuflischen Problem, dass ich – so vermute ich zumindest – sowieso auf keinen Fall aus dem Installationsprogramm raus durfte, da ich ja nur eine Upgrade-Version von Win8 besitze und diese vor der Installation eine bestehende Win7-Installation erkennen muss. Die Partition war aber ja bereits formatiert. Will heißen: nach einem Neustart des Systems, wär ich ziemlich im Arsch gewesen und hätte wohl erst wieder Win7 installieren "dürfen". Nun ja, die Lösung des Problems war dann doch relativ simpel: anstatt die Partitionen nur zu formatieren, muss man sie komplett löschen und wieder erstellen lassen, dann richtet sich Windows alles so ein wie es es benötigt. Im Nachhinein hab ich dann auch gelesen, dass man wohl auch aus dem UEFI heraus booten kann und sich so die Probleme vermeiden lassen. Das hab ich aber nicht geprüft. Ich war froh, dass Windows 8 endlich installiert wird. Im Übrigen relativ fix, aber nicht unbedingt viel schneller als Win7.

Optische Täuschung?

Und dann wurde ich – nach ein paar kurzen Einstellungen und dem Erstellen eine Microsoft-Kontos (bzw. dem Anmelden mit meiner bestehenden GFWL bzw. XBOX-Live Kennung) – auch schon begrüßt von dieser zweifellos sehr hübschen ModernUI. Ich werde an dieser Stelle darauf verzichten zu erläutern, was diese Oberfläche alles bietet – und was nicht. Dazu gibt’s ja dutzendfach Berichte im Netz. Man hat halt nun quasi eine, dem eigentlichen Desktop vorgelagerte Smartphone Oberfläche. Das ist unerwarteter Weise nicht so schlimm, wie ich das befürchtet habe. Denn mal abgesehen davon, dass diese Oberfläche wie erwähnt sehr hübsch ist und ich sie mir gerne anschaue, bietet sie auch einige Apps, die ganz nett sind. Schnell kuggen, was sich in Facebook tut? Schnell nachschauen, was in der Welt so passiert? Sich rasch informieren, wie das Wetter morgen wird? Oder mal eben unkompliziert eine Nachricht an seine Freunde schicken ohne ein Chatprogramm zu starten? Alles kein Problem!

Wobei, das ist dann leider auch gelogen. Denn gerade die "Nachrichten-App" sowie die "Kontakte-App" leiden noch unter kleinen Bugs. Prinzipiell kann man mit ersterer unkompliziert mit seinen Freunden (aus Facebook, Skype, MSN) chatten und mit zweiterer sich schnell über z.B. die Neuigkeiten in Facebook informieren. Das Problem: die Synchronisierung findet bisweilen stark verzögert statt. Nachrichten erscheinen oft erst eine viertel Stunde später. Manchmal auch erst, wenn man gezielt in der App nachschaut. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Trotzdem: angenommen die Apps laufen irgendwann mal fehlerfrei, so ist es wirklich angenehm, kurz per (hübschem) "pop-up" über eine Nachricht informiert zu werden – auch wenn man gerade auf dem Desktop unterwegs ist. Dabei ist es tatsächlich auch die Optik und die Übersichtlichkeit, die mich überzeugen. Auch wenn man dafür auf die ein oder andere Funktion verzichten muss. Die Simplizität und der "Style-Faktor" sind einfach toll. Weniger toll hingegen ist die aktuelle Auswahl an Apps. Ohne jetzt genau nachgezählt zu haben würd ich auf etwa 600 Apps schätzen. Das Hauptproblem ist dabei aber nicht die Quantität sondern die Qualität. Denn wirklich nützliche Apps habe ich überhaupt noch nicht gefunden. Zwar gibt’s bspw. von einigen Printmagazinen diverse Apps (z.B. Focus, Auto Motor Sport), aber letztlich nutze ich für diese normale Art von Informationsbeschaffung dann doch lieber den guten alten Desktop-Webbrowser (nein, den App-Browser, der im Vergleich zur traditionellen Variante deutlich eingeschränkt sein soll, habe ich noch nicht getestet und habs auch erstmal nicht geplant). Aber apropos Desktop, den gibt’s ja natürlich auch noch. Per Mausklick auf die entsprechende App-Kachel erscheint man die vertraute Bedieneroberfläche.

"Heimat ist, wo das Herz..äh, der Desktop wohnt"

Ich beschreibe mal ganz kurz und ohne Übertreibung das Gefühl, dass ich hatte, als ich erstmals, nachdem ich mich gut 20min mit der ModernUI beschäftigt hatte, auf den Desktop gelangt bin: es war "wie nach langer Zeit nach Hause zu kommen" smile. Kein Spaß, es kam sofort ein Gefühl von Vertrautheit auf. Und binnen weniger Minuten hatte ich auch alles wieder haargenau so eingerichtet wie unter meinem Windows 7. Mit einer ärgerlichen Ausnahme: die tolle "To-Do-Liste", die ich als Widget in der Sidebar platziert hatte gibt’s aufgrund der Abwesenheit letzterer natürlich nicht mehr. Wäre halb so schlimm, wenn’s denn dafür ne adäquate App gäbe. Aber dem ist natürlich nicht so. Schade. Gar nicht schade hingegen sind die vielen kleinen Detailverbesserungen am Desktop: sei es der erweiterte Taskmanager, der erweiterte Explorer (mit Ribbon-Oberfläche), der neue Dateitransferdialog oder der ab Werk integrierte und herrlich unsichtbare Windows Defender (der für mich völlig ausreicht): einmal dran gewöhnt möchte man nichts mehr davon wissen. Hinzu kommen natürlich auch diverse, mal kleinere, mal größere Verbesserungen an Windows 8 selbst: z.B. kürzere Startzeiten, native USB 3.0-Unterstützung und besserer Multi-Monitor-Support. Das ist freilich nichts Weltbewegendes und vor allem nichts, was man nicht auch in einem zweiten Service Pack für Windows 7 hätte lösen können. Aber vor dem Hintergrund des recht günstigen Preises für Windows 8 – selbst wenn man nicht für 14,99 € umsteigt – kann man auch nicht wirklich meckern.

Das kann man dafür an anderer Stelle. Zum Beispiel bei der ab Werk fehlenden Unterstützung für die Wiedergabe von DVDs. Das ist in meinen Augen ein absolutes Unding. Zwar kann man sich diesen nachträglich recht günstig - und bis Anfang 2013 sogar kostenlos – zusammen mit dem Media Center Pack runterladen, aber ausschließlich für Windows 8 Pro. Und damit treibts Microsoft dann meiner Meinung nach auf die Spitze. Aber auch abseits fehlender Features wie eben der DVD-Wiedergabe und der Sidebar habe ich einige, teils sehr ärgerliche Probleme mit oder seit Windows 8. So haben aktuell alle Besitzer von Creatives X-Fi Soundkarten das kuriose Problem, dass diese nach einem Neustart keinen Ton ausgibt und zudem sämtliche Einstellungen, die man in der Konsole getroffen hat, wieder zurückgesetzt werden. Wechselt man kurz in einen anderen Modus (z.B. in den Audioerstellungsmodus) ist der Ton wieder da. Wie genau das Problem gelöst wird, ist unklar, bei einigen – so auch glücklicherweise bei mir – hat es geholfen, nach dem Treffen aller Einstellungen in den Standby zu wechseln und dann den PC wieder zu aktivieren. Anscheinend werden dann die Einstellungen auch gespeichert. Im Übrigen hatte auch Steam bei mir anfangs ein ähnliches Problem: Einstellungen an der Benutzeroberfläche wurden erst nach zig Neustarts endlich dauerhaft übernommen. Sehr seltsam.

Das nächste Problem betrifft Outlook 2010. Seit Windows 8 tut es gar nicht mehr so, wie es soll. E-Mails werden nicht sofort runtergeladen (wie das bei IMAP eigtl. üblich ist), bei einem meiner beiden Konten sogar überhaupt nicht automatisch. Beheben kann man das, indem man ein automatisches Zeitintervall in den Optionen einstellt. Teilweise schließt es sich zudem nicht über den Klick auf das Kreuz rechts oben sondern wird nur minimiert. Dann wiederum fährt Windows 8 nicht runter, wenn Outlook noch offen ist und es im Hintergrund nach der Erlaubnis fragt, ob es den Ordner "Gelöschte Elemente" leeren soll. Dieses Nachfragen kann man zwar in Outlook abstellen, aber Windows 7 hat das Runterfahren wenigstens erzwungen. Sowas sollte einfach nicht passieren, vor allem nicht, weil Outlook ja auch von Microsoft programmiert wurde. Ach ja: GFWL verursacht ständig Kompatibilitäts-Fehlermeldungen. Auch hier: Microsoft, Schande über euch. Ihr solltet wenigstens die firmeninternen Produkte untereinander kompatibel halten...

Das letzte größere Ärgernis ist meine Maus- und Tastaturunterstützung, auch wenn das – wie schon bei der X-FI – möglicherweise zur Hälfte auf das Konto fehlender Treiber seitens der Produkthersteller geht. Keinerlei Zusatztasten auf meiner Tastatur und nur die Grundfunktionen auf meiner Maus funktionieren. Einen Win8-Treiber gibt’s von Logitech bislang nur für die "non-gamer-Geräte". Meine G700-Maus wird also vorerst nicht mehr unterstützt. Sehr ärgerlich.

Apropos Gamer, das hätte ich ja fast vergessen: alle Spiele, die ich bislang getestet habe, liefen weitestgehend anstandslos und ohne merkliche Veränderungen an der Performance. Lediglich in Fifa 12 wird seltsamerweise ohne ersichtlichen Grund die Lautstärke stark gedrosselt. Ich habe jetzt testweise mal die Mikrophoneinstellungen geändert, womöglich liegts ja daran (automatische Pegelabsenkung bei Mikrophonaktivität deaktiviert).

Fassen wir also abschließend nochmals kompakt und übersichtlich zusammen:

+ verbesserter Explorer
+ verbesserter Dateitransfer-Dialog
+ verbesserter Taskmanager
+ Windows Defender Standard
+ USB 3.0, DX 11.1, Bootzeiten
+ hübsche Smartphone-Funktionalität "gratis dazu"...
- ...die manch einer aber als unnötig und störend empfinden wird
- ...die aber zweifellos zu wenige (nützliche) Apps bietet
- ...und die zudem noch unter ärgerlichen Bugs leidet (Nachrichten- und Kontakte-App)
- keine Sidebar mehr
- keine DVD-Wiedergabe in Standard-Version (in Pro nur gegen Gebühr ab 2013)
- teils (nur wenig) störende Treiberprobleme (Logitech, Creative)

Meine Empfehlung

Und was ist nun meine Empfehlung? Nun, aus der obigen Aufzählung wird ja ganz klar ersichtlich, dass sich – zumindest zum aktuellen Zeitpunkt – die Vor- und Nachteile die Waage halten. Fakt ist: der Desktop-Part wurde spürbar und sinnvoll verbessert. Und der täglich nötige, eine Mausklick um von der ModernUI auf den Desktop zu wechseln ist – auch entgegen meiner eigenen Befürchtung – überhaupt nicht störend. Zumal es ja auch ein Tool gibt, durch das man direkt auf den Desktop gelangt. Wer also auf Sidebar und nativen DVD-Support verzichten kann (oder in letzterem Fall die Pro-Version samt aktuell noch kostenlosem Media Center Pack besitzt), muss sich "lediglich" mit Treiberproblemen rumschlagen, von denen man aber erwarten kann, dass sie in den nächsten Wochen behoben sind. So gesehen bleibt für "Desktop-only-Nutzer" streng genommen kein fundamentales Argument gegen Windows 8.

Alle anderen, die auch mal gerne (oder sogar vorwiegend) mit der ModernUI rumspielen mögen, dürften sich jedoch ärgern, dass die MS-eigenen Apps teilweise (noch??) verbuggt sind und es abseits davon (noch??) nicht die riesige Auswahl, insbesondere auffallend kreativer und nützlicher Apps gibt.

Es gibt also weder DAS EINE ARGUMENT FÜR Windows 8 noch DAS EINE ARGUMENT GEGEN Windows 8. Dafür gibt’s jede Menge Bugs und Kompatibilitätsprobleme zum gegenwärtigen Zeitpunkt, die aber – zumindest nach einigem Herumprobieren – die Funktionalität nur gering einschränken (was nichts desto trotz ärgerlich und unnötig ist).

Kommen wir also zur alles entscheidenden Frage: Würde ich, azzkickr, Windows 8, freiwillig in meiner Freizeit weiter nutzen? (na, wer erkennt hier das Plagiat? laughing).

NEIN.

Aktuell würde ich noch jedem, der nicht unbedingt eine Smartphone-Oberfläche in Computer-Bildschirmgröße haben will von Windows 8 abraten. Zu gering der Desktop-Mehrwert gegenüber Windows 7, zu groß hingegen die möglichen Desktop-Kompatibilitätsprobleme (ich packs einfach nicht, das Wort auf Anhieb fehlerfrei zu schreiben...). Und andererseits: Zu gering die App-Auswahl, zu groß hingegen die Bugs (und Funktionseinschränkungen) bei den bestehenden (vorinstallierten) Apps.

ABER AUCH JA.

Denn mit etwas Frickelei hat man quasi keine tiefgreifenden Einschränkungen mit Windows 8 im Vergleich zu Windows 7. Dafür aber einige nette Verbesserungen und eine neue, sehr hübsche Oberfläche die immerhin zum Herumspielen einlädt. Und hinzu kommt die, ich nehme an sehr wahrscheinliche, Aussicht auf Besserung in den nächsten Monaten was die Bugs, Treiber und Anzahl an Apps angeht. Und dann wiederum würde ich Windows 8 auch den zufriedensten Windows 7-Nutzern empfehlen.
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 Brillenträgerin Kessy auf der Suche nach der ursprünglichen Sünde
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 30.08.2012 um 00:00
 Kategorien: Spiele, Gespielt, Kessy, Hard- und Software, GamersGlobal
Wie JakillSlavik zumindest mir gegenüber bereits prophezeit hatte, dauerte es bis Dienstagabend um 22 Uhr, bevor Michael Shapcott seine Vision von Kessy veröffentlichte. Hat sich das Warten (und vor allem die $125) gelohnt? Urteilt selbst:

Porträt von Kessy

Ob die Zeichnung jetzt tatsächlich das Geld wert war, wird zwar nur JakillSlavik beurteilen können. Mir persönlich gefällt das Ergebnis aber wirklich ausgesprochen gut und das ist ja erst einmal das Wichtigste smile. Ich finde Michael hat nicht nur Kessys Äußeres, sondern auch ihre Persönlichkeit sehr gut eingefangen. Dieser ernste beziehungsweise eher entschlossene Gesichtsausdruck und der dazugehörige Blick in die Ferne zeigen mir eine Katze, die ganz genau weiß, was sie will. Sehr cool. Und anders als die Katzen auf meinem Maine-Coone-Kalender, wo Frau Mama jeden Monat behauptet "die sieht doch aus wie Kessy", für mich auf den ersten Blick auch wirklich "meine" Kessy. Freue mich definitiv auf die Ankunft des Originals. Wird einen Ehrenplatz an der Wand erhalten. Außerdem kann ich dann den mittlerweile zweiten Kickstarter als erledigt abhaken. Fehlen nur noch gefühlt 2 Milliaren Stück smile.

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Schon um 17 Uhr ging am Dienstag meine Vorschau zu Divinity: Original Sin online. Ich kann vermutlich nicht behaupten, dass man dem Text nicht meine Begeisterung für das Spiel anmerkt. Wie ich im Fazit schreibe, hätte ich zwar auch Spiel ähnlich Divinity 2: Ego Draconis cool gefunden, aber was Larian Studios stattdessen abzuliefern scheint, ist definitiv nicht weniger gut und gefällt mir tatsächlich noch besser als Divinity: Dragon Commander. Morgen um 17 Uhr gehen dann die letzten beiden Texte basierend auf meinem gamescom-Besuch online und zwar die Berichte zu Sacred 3 und Dead Island: Riptide. Da erfahrt ihr dann auch, welches Spiel ich im Podcast gemeint hatte, als ich sagte, dass ich über eines meiner Lowlights der Messe noch nichts sagen darf. Doch dazu dann am Montag mehr. Kommen wir stattdessen noch zu einem zweiten Bild:

Sicarius mit Brille

"Wie? Macht der Webmaster jetzt einen auf coole Sau? Dann ist ihm das aber absolut misslungen!" – Stimmt, lieber Besucher, auch wenn dich keiner gefragt hat. Modisch ist sicherlich etwas anders, oder so behaupten es zumindest immer bestimmte Leute. Aber das ist ja auch keine Brille, mit der ich draußen rumlaufe. Nein, es handelt sich hier um die Gunnar Optiks e11ven (Onyx) aus der Office-Collection für vermutlich nicht gerade billige 59 Öcken (zumal es sich schon um ein Auslaufmodell handelt).

Von diesen Brillen erfahren habe ich zum ersten Mal beim Schauen der von EA-gesponserten Reality-Serie The Controller - Battlefield 3 (und darauf bin ich durch FPS Russia gestoßen, der wohl bei der Aufzeichnung der 2. Staffel mit dabei war). Dort trug Kelly "MrsViolence" Kelley eine solche Brille beim Spielen und mich hat natürlich interessiert, für was das gut ist. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mir mal eine zum Testen geholt. Dank zwei Wochen Widerrufsrecht ist das ja kein großes Problem.

Sinn und Zweck

Aber was bringen diese Brillen denn? Nun, ich sitze fast täglich mindestens 10 Stunden, meist noch mehr, vor einem Rechner. Das ist bekanntlich nicht wirklich gut für die Augen und führt zum Computer Vision Syndrom (brennende Augen, Kopf- und Nackenschmerzen, allgemeine Müdigkeit und derlei Kram). Auch ich bemerke das leider immer wieder. Und wer kennt das nicht: Das Zimmer ist dunkel und man macht ein Word-Dokument auf oder beim Spielen eines Assassin’s Creed blendet einen das grelle Weiß. Genau hier setzen die Brillen von Gunnar Optiks an. Es gibt zwar auch noch andere Hersteller, aber Marktführer ist derzeit wohl tatsächlich Gunnar Optiks.

Die nutzen die hauseigene i-AMP Technologie. Damit sind logischerweise die Brillengläser gemeint. Diese sind gelb getönt und besitzen eine Stärke von +0,2 Dioptrin. Das ist angeblich schwächer als die schwächste erhältliche Lesebrille. Die gelbe Tönung filtert die Blautöne aus der Szene heraus und soll so irgendwie für ein schärferes Bild sorgen (ganz verstanden habe ich das alles nicht, muss ich zugeben smile). Zudem dringt dadurch weniger Licht zu den Augen, was wiederum zu einem dunkleren Bild führt und Überstrahlen verhindert. Sprich das grelle Weiß brennt nicht mehr so in den Augen. Unter Windows beziehungsweise beim normalen Arbeiten macht sich allerdings ein starker Gelbstich bemerkbar. Ich habe mich mittlerweile allerdings schon dran gewöhnt. Zumal das auch zu einem stärkeren Kontrast führt. Es ist echt ein himmelweiter Unterschied mit und ohne Brille Texte zu lesen. Dazu tragen auch die +0,02 Dioptrin bei. Die sorgen nicht nur für eine Vergrößerung des Sichtfelds, das Bild wird also etwas vergrößert, sondern machen es auch noch schärfer (die auch? Wie gesagt, ich kapier da auch nur die Hälfte).

Beim Spielen

Das wiederum hat einen Vorteil beim Spielen, wo auch der Gelbstich nicht mehr wirklich auffällt. Speziell in einem schnellen oder effektreichen Shooter wie Quake Live oder Battlefield 3 habe ich nicht nur das Gefühl besser die Details erkennen zu können, sondern merke definitiv auch, dass sich meine Augen nicht mehr ganz so stark beansprucht werden. Vor allem in Battlefield 3 blitzt ja ständig irgendwas auf dem Bildschirm auf.

Überraschenderweise kann ich mich als Nichtbrillenträger über den Tragekomfort nicht beschweren. Selbst mit Headset drückt da nichts. Ich merke zwar natürlich, dass ich etwas auf meiner Nase sitzen habe. Aber ich vermute, dass geht mit der Zeit auch weg. Habe die Brille ja erst seit ein paar Tagen.

Einen dicken Negativpunkt gibt es allerdings dann doch: Die Gläser sind nicht entspiegelt. Je dunkler es im Zimmer wird, desto deutlicher bemerke ich tatsächlich ein leichtes bläuliches Schimmern auf beiden Augen. Quasi wie so ein undeutliches Bild-im-Bild. Bislang hat es mich noch nicht massiv gestört. Aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Und irgendwie scheint mein Kopf ziemlich fettig zu sein. Bin ständig nur am Putzen der Innenseite. Hier wäre mal ein Bericht von erfahrenen Brillenträgern interessant, für die es übrigens auch eine verschreibungspflichtige Variante der Gunnar-Gläser gibt. Setze ich die Brille vielleicht zu weit hinten auf?

Bagdadsoftware meint: Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich die Brille tatsächlich behalte. Dazu muss ich sie erst noch ein paar Tage testen. Aber meine ersten Erfahrungen damit sind überraschend positiv. Hätte wirklich nicht gedacht, dass das so ein Unterschied ist, sondern es (wie vermutlich jeder) mehr für ein Gimmick gehalten. Speziell beim ganz normalen Arbeiten, und damit verbringe ich ja 90% meiner Zeit vor dem Rechner, empfinde ich die Brille bislang als klare Verbesserung.

Natürlich sind 60 bis 100 Euro nicht gerade billig für so etwas. Andererseits stimme ich den anderen Testern im Internet zu, die argumentieren, dass der Preis für die langfristige Gesundheit der eigenen Augen sogar ziemlich günstig ist. Meine Empfehlung deshalb: Wenn ihr viel vor dem Rechner sitzt, dann solltet ihr sie definitiv mal ausprobieren. Schaden tut es auf jeden Fall nicht.
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 Irgendwas über Windows, Hardware und eBay oder so
 Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
 Am 12.07.2012 um 00:00
 Kategorien: Hard- und Software
Ende Oktober soll Windows 8 in den Handel kommen. Bislang weiß ich noch nicht wirklich so richtig, was ich davon halten soll. So richtig mit beschäftigt habe ich mich aber damit auch bislang gar nicht. Hier und da mal einen Artikel gelesen über die ein oder andere Funktion wie dem überarbeiteten Dialog für das Verschieben/Kopieren von Dateien oder die Einführung des Ribbons im Windows Explorer. Aber das war es dann schon ziemlich.

Wobei der große Aufhänger natürlich die Metro-Oberfläche ist. Aber den Punkt sehe ich sogar eher gelassen. Was war das Geschrei groß, als Windows XP seine Luna-Oberfläche eingeführt hat. Und dann wurde wieder geschrien als Vista das Aero-Design brachte. Als bei Office der Ribbon kam, wurde auch wieder groß gejammert. Und am Ende hat sich alles nicht nur als halb so wild, sondern als größtenteils tatsächlich sinnvoll herausgestellt. Und genauso wird es auch garantiert auch bei Metro sein.

Und ansonsten scheint es schlicht eine logische Weiterentwicklung von Windows 7 zu sein. Optisch (leider) wieder etwas flacher, im Inneren wieder etwas optimierter. Von daher mache ich mir da keine großen Gedanken. Ich will Ende des Jahres einen neuen Rechner zusammenbauen und da kommt dann ganz klar Windows 8 drauf.

Beratung

Beim Thema "neuer Rechner" lasse ich mich natürlich dann wieder von Azzkickr und neuerdings auch Dod ausführlich beraten. Eine meiner Ideen ist sogar aus dem Beratungsgespräch mit meinen dämlichen Fragen und völliger Ahnungslosigkeit einen Podcast zu machen. Wäre sicherlich interessant anzuhören. Aber schauen wir mal, wie sich das noch so entwickelt und vor allem wie die zwei überhaupt Zeit haben. Zusammen bringe ich die aber auf jeden Fall nochmal dieses Jahr und wenn es nur wieder für den Hardwarejahresrück und -ausblick ist.

Und nein, ich werde mich von dem Aufrüst-Vorhaben nicht mehr abbringen lassen. Höchstens eine Verschiebung ins Frühjahr 2013, wenn tatsächlich noch interessante Hardware oder bessere Preise zu erwarten sind. Aber das ich mir in nächster Zeit was Neues baue, ist beschlossene Sache und kann nur von einem Weltuntergang oder unvorhergesehenen großen Ausgaben verhindert werden (eine Yacht wird ja nicht mehr als ein paar hundert Euro kosten, oder?). Kann ja nicht angehen, dass Azzkickrs olle Mühle besser ist als meine! Aber ich bin auch tatsächlich schon wieder etwas unzufrieden mit der Leistung. Bescheuert, ich weiß. In Zeiten wo die Entwicklung von Konsolen gesteuert wird und ein fünf Jahre alter Rechner noch locker für aktuelle Titel ausreicht eigentlich völliger Blödsinn. Aber ich bin Hardcoregamer und auch immer noch Redakteur, da brauche ich einfach noch MEHR POWER. Und ich bin an dieser Stelle total traurig, dass ich keinen passenden Soundclip auf YouTube dazu finde (ihr wisst schon, aus Hör‘ mal wer da hämmert)... sad

Die wichtigste Frage ist entsprechend nur noch: Behalte ich meinen aktuellen Tower oder nehme ich da auch was Neues? Die Antwort darauf gibt es vermutlich dann, wenn ich weiß, ob ich einen Käufer für das Ding finde oder nicht.

Nervig

Die Sache mit den alten Teilen ist für mich auch immer das Nervigste an der ganzen Aufrüstthematik, sonst würde ich es vielleicht sogar öfters machen. Ich hänge da jetzt nicht dran. Ich hätte sogar sehr gerne meinen Schrank leer. Aber ich weiß nie, was das Zeug eigentlich wert ist. Ich hab keinen Schimmer davon, wie man es richtig anbietet. Mir kraut es immer davor, wenn es zu Problemen kommt (geht nicht, ist nicht wie vorgestellt und der ganze Mist). Und dann ist mir eBay mittlerweile auch zu suspekt geworden mit den ganzen Abmahnungen und aggressiven Mitverkäufern.

Somit habe ich hier wirklich sehr viel Zeugs (Joysticks, Gamepads, CPUs, Tastaturen etc.) rumliegen, das viel zu schade ist zu Gut ist zum Wegschmeißen, aber ich finde auch keinen anständigen Weg es los zu bekommen. Muss vielleicht doch mal die neuen Dienstleistungsangebote von Verkaufsagenten in Anspruch nehmen, die dank eBay aus dem Nichts entstanden sind. Klar, die wollen teils heftig viel Provision (25% teilweise). Aber ein bisschen Geld für das Zeug ist halt immer noch mehr als gar keins beziehungsweise mit jedem Tag, wo es rumliegt sogar noch weniger Wert. Gibt sogar in der näheren Umgebung einige.

Oder bietet sich vielleicht einer meiner Leser an? Ich meine das wirklich ernst! Ich bin da gerne bereit zu bezahlen oder Dienstleistungen anzubieten. Ich gehöre definitiv zu der Generation, die nicht unbedingt immer alles selber machen muss, sondern eine angebotene Dienstleistung auch gerne in Anspruch nimmt smile.

Epilog

Nun aber genug gejammert: Am Montag hat Kessy ihren großen Auftritt. Geburtstag hat sie zwar erst am Dienstag, aber für die größenwahnsinnige Diva werde ich ganz sicher nicht meinen Veröffentlichungszyklus anpassen! Die kann euch auch an einem Montag ihr Leid klagen.
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