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Ablenkung vom Spielen
Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
Am 08.03.2010 um 00:00
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Ich bin auch in der StarCraft II-Beta! Toll gell? Bringt mir allerdings nicht viel. Nicht nur, weil ich sowieso nur auf die Schnauze bekommen würde. Ich bin auch wieder voll im Teststress – darunter ein Echtzeitstrategiespiel. Doch dazu am 16.3. um 0 Uhr mehr. Und am gleichen Tag, aber erst ab 17 Uhr (Embargos...), gibt es dann auch gleich den zweiten Test im März hinterher. Nur, damit ihr euch schon einmal geistig darauf einstellen könnt.
Star Trek Online, neben haufenweiser anderer Titel und damit leider auch MobyGames, müssen derzeit aber immer noch darunter leiden. Der Eintrag zu BioShock 2 ist beispielsweise immer noch nicht online, weil ich einfach nicht dazu komme die umfangreichen Credits zu adden – dieses Mal sogar doppelt wegen Xbox 360 und PC. Dementsprechend leider immer noch keine Hands-on-Erfahrungen von mir. Aber: eine DVD Zwischendurch geht immer. Werfen wir also heute mal wieder einen Blick über den Tellerrand in die andere Ecke der Unterhaltungsindustrie. Fangen wir mit dem Film an, bei dem ich an dieser Stelle nicht allzu stark ins Detail gehen darf:
Punisher: War Zone – Er ist zwar nicht indiziert und zumindest im Verleih gibt es wohl auch in Deutschland die etwas, sagen wir "interessantere" Fassung, doch die misshandelte Ladenversion habe ich mir Amazon UK sei Dank natürlich erst gar nicht angeschaut. Wer die Comics kennt, weiß warum. Deshalb nur so viel: Er ist kurzweilig und sowohl Ray Stevenson (Rome) als der Punisher und Dominic West (The Wire) als Jigsaw machen ihre Sache trotz den massiven Löchern im Drehbuch entsprechend gut. Ich finde die 2004er Verfilmung aber immer noch um Längen besser. John Travolta (Pulp Fiction) mag in den letzten Jahren nicht unbedingt die beste Zeit seiner Karriere erleben, einen saucoolen und glaubwürdigen Bösewicht kann er trotzdem immer noch spielen. Und Thomas Jane (Magnolia) IST der Punisher (zumindest für mich). Zwar kommt Ray Stevenson in Sachen Körperumfang wohl näher an die Comicvorlage heran, aber die Rolle des Familienvaters kann ich ihm beim besten Willen nicht abnehmen. Die Rückblenden kommen auch entsprechend schlecht rüber.
Der Rest ist viel Blut und Morde, der übliche Versuch dem Hauptcharakter so etwas wie Menschlichkeit zu verpassen und noch mehr Blut und Morde. Ich hoffe ja immer noch auf eine Punisher-Verfilmung, in denen der Held nicht auf hilfsbedürftige Frauen, Kinder, Opas, Omas oder so stößt und es ausschließlich um die wichtigen Sachen geht. Ich bezweifle, dass der Punisher immer diese zusätzlichen, stark an den Haaren herbeigeführten Gründe braucht um seinen Job zu tun und strafrechtlich Relevant ist er sowohl mit als auch ohne den Kram – also bitte beim nächsten Mal am besten einfach weglassen.
Bagdadsoftware meint: Wer die Comicfigur mag, kann ihn sich einmal anschauen. Dann ist aber auch schon wieder gut. Und wer weder Ray Stevenson noch Dominic West kennt, geht sofort die fantastischen HBO-Serien The Wire und Rome guggen!
Family Guy Presents: Something, Something, Something Dark Side - Wer Family Guy immer noch nicht kennt oder schlimmer noch, es nicht gut findet, stellt sich bitte in eine Ecke und schämt sich. Danke! Alle anderen haben hingegen den zweiten Teil der Star-Wars-Parodie vermutlich schon gesehen – und sind vermutlich insgesamt genauso enttäuscht wie ich. Ja, es ist immer noch ganz klar Family Guy. Es gibt ein paar richtig schöne Gags und Schläge unter die Gürtellinie, doch man hat das Beste tatsächlich schon im Trailer gesehen. Darunter die göttliche Szene wie sich der AT-AT das Bein hält. Genial! Sowieso ist die Schlacht auf Hoth der klare Höhepunkt des Films.
Gut, für mich war sie auch der Höhepunkt von Star Wars: The Empire Strikes Back. Der große Rest fand ich mehr so "meh". Liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass Luke Skywalker hier immer noch so unglaublich nervig rüberkommt. Fans, die jetzt "Blasphemie" schreien, bitte ich ihre dazugehörige Meinung an whocares@ich.net zu schicken. Trotz der Unzulänglichkeiten des Films hatte ich einfach mehr von den Jungs bei Family Guy erwartet. Viele der Gags wirkten auf mich irgendwie wie gezwungen und oft auch überhaupt nicht lustig. Schon der Anfangsgag mit der Drohne im All hat mir nicht einmal ein Schmunzeln entlockt. Verstärkt wird das noch durch den zweiten Kritikpunkt, den ich jedoch schon bei Family Guy presents: Blue Harvest hatte: 60 Minuten sind für sowas einfach zu kurz. Da merkt man ständig wie verzweifelt versucht wird so viele Gags wie möglich unterzubringen und das macht für mich das Erlebnis nicht besser.
Staffel 7 zeigt jedoch, dass die Jungs und Mädels ihr Handwerk definitiv nicht verlernt haben. Vielleicht ist also tatsächlich das Ausgangsmaterial schuld. Gespannt auf Teil 3, Family Guy presents We Have A Bad Feeling About This, bin ich aber natürlich trotzdem. Ewok-Bashing ala Family Guy wird unter Garantie eine Gaudi.
Bagdadsoftware meint: Wer Family Guy kennt und mag, kommt um den Film auf keinen Fall herum. Alle anderen werden mit dem Werk wenig bis Garnichts anfangen können.
Battlestar Galactica - Nach meinem ersten Eintrag dazu, muss ich natürlich auch so fair sein und euch mein Endurteil nach vier oder fünf Staffeln (ich weiß immer noch nicht, wie die offizielle Zählweise ist) mitteilen.
Als Gesamtpaket fand ich mich sehr gut unterhalten. Aber so richtig los ging es erst ab Staffel 2 Folge 6 ("Home"). Flachte dann aber zu Beginn von Staffel 3 noch einmal massiv ab. Die ganze "New Caprica"-Storyline war in meinen Augen so total sinnlos und in Staffel 1 war irgendwie noch keine klare Richtung in den Charakteren zu erkennen. Doch danach – holla die Waldfee! – eine spannende Doppelfolge nach der anderen sag ich euch. Explosionen, Schlachten, Herz-Schmerz und vor allem natürlich das Rätselraten darum wer jetzt eigentlich die Final Five sind.
Das war meiner Meinung nach sowieso die Stärke der Serie: man war ständig am Grübeln und wurde auch entsprechend oft von den Drehbuchautoren in die Irre geführt. Die ganzen Visionen, dazu die Fragen wer jetzt eigentlich ein Cylon ist, wer eigentlich von was weiß und wie das alles zusammenhängt – da muss man erst mal durchblicken! Ich tu es vermutlich immer noch nicht, aber dafür habe ich ja JakillSlavik :). Die Hauptcharaktere haben sich im Laufe der Geschichte auch fast allesamt gut gemacht. Lee Adama ist für mich zwar immer noch ein Stock im Bobbes und Laura Roslin hat Gaius Baltar als der nervigste Charakter abgelöst, aber wie sich Nummer Sechs beispielsweise entwickelt hat (weg von der "Ultimate Sex Machine") fand ich richtig super. Das Finale war aber leider mal wieder eine Enttäuschung. Klar, es hat wieder viel Rums gemacht und die ganze Schlacht war schon spannend anzusehen. Doch die endgültige Auflösung ist nicht so mein Ding und für mich auch in vielen Aspekten einfach nur unlogisch. Und von der ersten Direktive haben die Hupen wohl auch noch nie gehört...
Bagdadsoftware meint: Sci-Fi-Fans und vor allem Liebhaber von Babylon 5 sollten nicht Lange über den Kauf der Komplett-Edition (derzeit nur in UK erhältlich) nachdenken. Die Serie braucht ein bisschen, bevor es richtig losgeht, aber dann wird man sehr gut unterhalten – und hat ständig viel zu Grübeln. Und damit gebe ich ab bis Donnerstag! |
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Sternhandwerk 2
Verfasst von Rondrer
Am 04.03.2010 um 00:00
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(Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für diese unfassbar schlechte Eintragsüberschrift, aber da der Webmaster das gerne mal macht und ich furchtbar unkreativ bin musste das jetzt einfach sein)
So ich bin also in der Starcraft 2 Beta (und ja, im gesamten Eintrag geht's eigentlich nur darum damit anzugeben). Ich muss sagen, nach der allerersten Euphorie war ich darüber gar nicht so glücklich. Um zu erklären warum das so ist muss ich allerdings ein wenig weiter ausholen:
Obwohl ich schon lange ein riesiger Blizzard-Fanboy bin, ist Starcraft lange Zeit komplett an mir vorbeigegangen. Den Grund dafür kann ich gar nicht wirklich nennen, aber gekauft hab ich mir Starcraft + Broodwar erst nachdem Starcraft 2 angekündigt wurde um wenigstens mal die Story durchzuspielen und somit zu wissen um was es eigentlich geht. Aber selbst das hab ich bis heute nicht abgeschlossen (ist aber immer noch fest eingeplant vor dem SC2 Release zu schaffen, mal sehen ob das was wird...). Dass ich infolgedessen bis heute kein einziges Starcraft Online-Match bestritten habe sollte daher nicht weiter überraschen. Damit ist auch klar, warum ich mich selbst nicht wirklich für den geeignetsten Teilnehmer an einer reinen Online-Beta halte. Aber vielleicht macht mich gerade das zu einem guten Tester? Wer weiß...
So, jetzt hab ich schon rund 1300 Zeichen geschrieben ohne ein einziges Wort über das Spiel verloren zu haben .
Zuerst muss ich auf jedenfall die hervorragende Qualität loben, die Starcraft 2 in der Beta schon aufweist. Bei manch fertigem Spiel würde man sich wünschen, wenn es so "rund" und ausgereift dastehen würde, wie dieses vermeintlich unfertige Werk. Daher scheint es in der Beta wohl auch hauptsächlich um das Balancing zu gehen, was auch die reine Ausrichtung auf Online-Matches erklären würde. Obwohl ich, wie oben erwähnt, nicht wirklich ein Starcraftler bin fühle ich mich aber trotzdem im Spiel selbst direkt "zuhause". Starcraft 2 ist, von der Grafik abgesehen, sehr sehr stark an den ersten Teil angelehnt. Es würde mich absolut nicht wundern, wenn man mit alten Starcraft-Taktiken Erfolg haben könnte.
Aber obwohl ich durchaus schon von Starcraft-Veteranen gnadenlos überrannt wurde habe ich auch schon einige Erfolgserlebnisse erzielen können. Das bedeutet also entweder, dass das Matchmaking-System tatsächlich gut funktioniert, oder dass es ziemlich viele Nieten wie mich gibt . Das wird die Zeit zeigen, wie sich das entwickelt.
Und nun komme ich auch wieder auf den Punkt zurück, warum ich anfangs nicht wirklich glücklich über die Möglichkeit des Betatestens war es aber mittlerweile doch bin: Es macht einfach verdammt viel Spaß. Ich spiele fast ausschließlich Protoss und es gibt einfach nichts Befriedigenderes als mit einer Gruppe Immortals und Collossi eine gegnerische Basis in Schutt und Asche zu verwandeln. Was mir auch sehr entgegen kommt ist, dass man in SC2 (im Gegensatz zu Warcraft 3) auch defensiv erfolgreich sein kann. Wenn man in Warcraft 3 nicht von Anfang an möglichst viel mit seinem Helden in der Gegend rumkämpft hat man später gegen einen hochleveligen gegnerischen Helden einfach keine Chance. Klar bringt es auch in SC2 nichts, sich nur sinnlos einzuigeln ohne neue Resourcenfelder zu erschließen oder den Gegner auszukundschaften, aber man ist dabei nicht gezwungen ständig neues Kanonenfutter finden oder den Gegner ärgern zu müssen.
Zu Grafik, Sound und sonstigen technischen Einzelheiten, werde ich mich hier nicht äußern, da empfehle ich einfach mal bei YouTube das ein oder andere Video zu schauen, da bekommt man denke ich einen besseren Eindruck als wenn ich die Grafik subjektiv beschreibe.
Zum neuen Battle.net kann ich leider auch nicht viel sagen, da die meisten Features entweder noch nicht freigeschaltet sind oder ich sie mangels Leuten auf meiner Freundesliste nicht testen kann. Das was man (ausgegraut) aber schon erahnen kann sieht doch ziemlich vielversprechend aus.
Alles in allem wird Starcraft 2 wohl wie erwartet definitiv ein Pflichtkauf für alle, die mit Strategie und dem Setting auch nur teilweise etwas anfangen können und sich dabei online gegen andere richtig austoben wollen. Wenn dann auch noch der Singleplayermodus diesem hohen Standard gerecht werden kann bin ich wunschlos glücklich. |
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Das Ende von Spielen
Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
Am 01.03.2010 um 00:00
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Es ist schon ein wenig blöd, dass der Februar so kurz ist. So muss leider auch die neuste Folge des Podcasts im falschen Monat online gehen. Aber das sind Details, die euch nicht vom folgenden Download abhalten sollen:
Bagdadsoftware Podcast - Folge Nr. 19 – Das Ende von Spielen (Rechtsklick -> Ziel speichern unter...) Die Stimmen der Gäste sollten euch bereits bekannt sein, gehören sie doch zu Philipp und Sebastian. Es sollte ursprünglich sogar eine 4-Mann-Show werden. Azzkickr hatte jedoch zu tun und kam erst 45 Minuten nach der Aufnahme wieder nach Hause. Vielleicht das nächste Mal...
Das bedeutet aber natürlich nicht, dass es deshalb ein uninteressantes Gespräch war. Philipp (mit drei "P"!) und Sebastian waren wieder tolle Gesprächspartner und haben sehr viel zur spannenden Folge beigetragen. Ihr solltet euch allerdings nicht von der Zweideutigkeit des Titels irritieren lassen – es geht ausschließlich um das Phänomen der unbefriedigenden Enden in Spielen und nicht um das Ende von Spielen. Wobei letzteres sicherlich auch eine äußerst interessante, wenn auch vollkommen theoretische Diskussion wäre. Einen Titel für diese Folge hätte ich auch bereits: "Brot und Spiele – Welchen Platz nehmen Videospiele in unserem Alltag ein?". Mal schauen was da vielleicht noch kommt...
Angst vor Spoilern müsst ihr bei Folge 19 trotz der Thematik nicht haben. Wir erwähnen zwar einige Spiele und ihre Enden, aber wir werden nur 2-3mal wirklich konkret. Darunter natürlich einmal Sebastian, der sich erneut stark auf Borderlands und Mass Effect einschießt. Wenn ihr es also immer noch nicht getan habt: Kauft und spielt endlich beide Titel! Es hat schon seinen Grund, warum sie seit mehreren Podcastfolgen ständig wieder erwähnt werden.
Nun möchte ich euch aber gar nicht länger mit meinem sinnlosen Geblubber aufhalten. Ladet euch die Folge herunter und teilt uns in den Kommentaren eure Sicht der Dinge mit. Welches Ende hat euch genervt? Welches richtig vom Hocker gehauen? Wie hättet ihr die Fragen im Podcast beantwortet?
Zum Abschluss noch die genauen Details zur Folge:
Zu Wort kommen: Christoph "Sicarius" Hofmann, Philipp "Knurrunkulus" Spilker, Sebastian "Malyce" C.
Technische Daten: 38:39 min lang; 96kbit Qualität; 26,55 MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4
Musikcredits nach Reihenfolge: Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick - SimCity 2000 - Track 47 (Komplett) Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick - SimCity 2000 - Track 31 (Auszug) Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia - Pool Of Sorrow (Komplett)
Weiterführende Links: Generation BLOG - Philipps persönlicher Blog Malyce - Sebastians User-Profil bei GamersGlobal
Ein Thema für Folge 20 (Ende März) schwebt mir bereits vor, Gäste sind aber noch nicht angefragt. Allerdings muss ich sagen, dass die Auswahl und die Bereitschaft derzeit erfreulich groß ist. Ein dickes Dankeschön dafür an die üblichen Verdächtigen! |
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San Franzisco
Verfasst von JakillSlavik
Am 25.02.2010 um 00:00
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Allein bei dieser Überschrift habe ich dieses furchtbare Lied im Kopf...Aber: Nein! Ich werde es nicht zitieren. „if you're goin' to ...“ * summ* Ach verdammt! Und verflucht sei das Cover der Global Deejays, doch das könnt ihr alles getrost ignorieren. Ohrwürmer sind vernachlässigbar.
Hintergrund des heutigen Eintrages ist die Stadt „San Franzisco“ und dessen Bedeutung in den zwei Kinofilmen, die ich heute anreißen möchte. Teilweise werde ich Einzelheiten verraten, aber versuchen starke Spoiler zu vermeiden. Der zweite Grund, warum ich wieder einen „Gastbeitrag“ verfasse, ist die Vorbereitung des aktuellen Podcasts für diesen Monat, den ihr am Montag höchstwahrscheinlich erwarten dürft.
Friendship! – ist mit Abstand der einzige Kinofilm der letzten Zeit, der es geschafft hat, dass ich während des Films gar nicht, bis kaum darüber nachgedacht habe, dass ich gerade einen Film schaue. Meistens bewundere ich im Hinterkopf das Handwerk. Ich überlege mir, wie an manchen Stellen Musik atmosphärisch unterlegt wird, wie geschnitten wurde, in bestimmten Situationen die Erzählung unterschwellig durchschlägt oder wie die Kamera-Einstellung den Blick optimal führt. Das sind noch die geringeren Gedanken neben dem großen Frage, die ich mir stelle: „Was kommt jetzt?“ und mir meist die Antwort doch schon selbst zusammenreimen kann. Verwunderlicherweise ist in Friendship! ist die Geschichte fix erzählt und doch anders: Die Berliner Mauer ist gefallen und die beiden jungen Ostdeutschen Veit und Tom wollen nach San Franzisco. Warum? Tom hat seit frühster Kindheit nie in das Muster eines DDR-Bürgers gepasst und erfährt von seinem Freund Veit, dass San Franzisco der westlichste Punkt der Welt ist, also genau sein Traumziel, um einen möglichst großen Abstand zur DDR einzuhalten. Veit hingegen – das erfährt man nicht aus dem Trailer – hat ganz private Interessen, denn sein Vater ist in seiner Jugend über die Mauer geflohen und schreibt ihm seitdem jedes Jahr zum Geburtstag eine Glückwunschkarte aus San Franzisco. Was man auch nicht erfährt, ist die Begebenheit, dass die Beiden eigene Kurzfilme mit einer mobilen Videoausstattung drehen und diese auch vorführen. Zusammen mit dem ostdeutschen Talent zur Improvisation machen sie sich mit dem Flugzeug nach Amerika auf, doch langt ihr Geld nur für ein Flugticket bis New York. Über unzählige einfallsreiche Aktionen gelingt es ihnen dort ,entgegen allen Geld- und Verständigungsproblemen, ihrem Ziel immer näher zu kommen. Die witzigen Dialoge sind größtenteils alle im Trailer enthalten, was noch hinzu kommt, ist die teils brillante, teils vorhersehbare Situationskomik. Insgesamt ist Friendship! aber eine nachdenklich stimmende Unterhaltung mit unerwartet langer Laufzeit, von knapp zwei Stunden. Jedoch habe ich keine Minute gespürt, dass hier etwas in die Länge gezogen wurde oder auf Durchzug geschaltet. Die Landschaftsaufnahmen, die Reise und die Charaktere sind schlichtweg stabil und dennoch setzt sich dieser Film klar von sonstigen Roadmovies ab, weil die Geschichte von dem introvertierten Veit und seiner Suche nach dem Vater den Zuschauer immer wieder einfängt. Dass der Film natürlich gegen Ende auf die Golden Gate Bridge als Schauplatz hinausläuft ist zwar keine Überraschung, aber auch danach wird in einer kurzen Abschlussszene die Geschichte konsequent zu Ende gebracht. Dieser Film verdient meiner Ansicht nach, die volle Anzahl an Sics. Mehr als empfehlenswert.
The Book of ELI - ist auf den ersten Blick ein typischer post-apokalyptischer Film, der in Nordamerika spielt. (Wo auch sonst?) Mehr oder weniger zufällig, bin ich genau am 18. Februar zum Kinostart in den Film gegangen und er war nicht gerade übermäßig besucht. Wie zu erwarten war, war ein „Großer Krieg“ Auslöser für den „hellen Blitz“, der für die Zerstörung nahezu sämtlicher Zivilisation verantwortlich ist. So weit, so platt. Denzel Waschington als ergrauter einsamer Streiter, mit einer sehr spitzen Machete, einem Bogen und unzähligen anderen Waffen, schnetzelt sich 30 Jahre nach der Apokalypse durch die Überlebenden. Die haben bereits alle keine Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Blitz und sind dementsprechend unzivilisiert. Wer Spiele wie Fallout kennt, Ideen von Postman, Waterworld und dergleichen verstanden hat, der bekommt die erste halbe Stunde und gegen Ende noch richtig schöne Landschaftsaufnahmen, wie sie zu erwarten sind. Zwischendurch geht dies etwas verloren. Was auch verloren geht, ist die Action zu Beginn des Filmes, denn dies ist kein Actionspektakel, auch wenn der Trailer das verheißen mag. Denn die wenigen gezeigten Szenen aus der Vorschau sind bereits alle Szenen, die es in der Bauart gibt, doch gerade die sind besonders kunstvoll gestaltet, auch wenn die Brutalität grenzwertig ist. Schlagwort Kettensäge. Zeitweilig könnte man sich an einen Quentin Tarantino – Streifen erinnert fühlen, auch wenn hierzu die Samurai-Schwerter fehlen. Was besonders ist, ist die Geschichte um das Buch, die bereits nach wenig Überlegen uns Elis Buch als... das Buch... herausstellt. Ich denke, mehr muss dazu nicht gesagt werden. Eine höhere Instanz, ohne dabei in zu tiefe Gläubigkeit ab zu driften, verleitet Eli aka Denzel Waschingten das Buch zu finden und fortan nach Westen zu bringen. (Nach San Franzisco, wie man sich nach kurzer Zeit bereits denken kann.) Ihm entgegen gestellt, wird ein Gary Oldman als strategischer Gegner, der ebenfalls noch Erinnerungen an die Zeit vor dem Krieg und in der Geschehenszeit ziemlichen Einfluss hat und die Macht der Worte des Buches kennt. Obwohl man jetzt vermuten könnte, dass man hier auf spirituelle Ebenen gezogen wird und Eli wirklich sehr zäh, sowie übermenschlich erscheint, wird hier keinerlei göttliche Intervention hoch gejubelt. Genauso habe ich mich während des Filmes aber ständig ertappt, dass ich erwartet habe, dass JETZT etwas Außergewöhnliches passiert und das Außergewöhnliche war, das eben nichts dergleichen passiert ist. Auch wenn das wenig spektakulär klingt, ist es deswegen neu, weil man wie in unserer Zeit, keine Wunder erwarten darf, solange keine Wunder in einem selbst geschehen und so gesehen ist der Film auf subtile Weise, wenn man darüber reflektiert, sehr religiös ohne aufgesetzt christlich zu sein. Das und die vielen Passagen in denen lange Zeit kaum ein Wort zwischen den Personen gewechselt wird, sorgen für eine dichte Atmosphäre. Allerdings stellt sich The Book of Eli selbst ein Bein, weil dieses Stilmittel des stillen Moments schon ab der Hälfte des Filmes ziemlich überreizt ist. Doch pünktlich zum Ende, wenn wieder die beeindruckenden Bilder der zerstörten Golden Gate Bridge und San Franzisco insgesamt zu sehen sind, fängt sich die Stimmung wieder. Auch als kurz darauf ein sehr heftiger Wendepunkt in der Handlung eintritt, führt sich dieser Abschnitt stimmig ein, wie die Glieder einer Kette. Die allerletzte abschließende Szene hingen, ist in Anbetracht der vorher genial verschleierten Wendung gerade zu lächerlich. Ich würde diesen Film etwa zwischen drei bis vier Sics einordnen. Führe mich zu frischem Wasser. Heimlicher „Held“ war für mich in beiden Filmen, die Gefängnisinsel Alcatraz. Wer die Filme gesehen hat, weiß worauf ich hinaus will. In diesem Sinne wünsche ich euch schon einmal ein schönes Wochenende, bis zum nächsten Eintrag meinerseits. Als kleine „backstage“ Information kann ich noch anmerken, dass ein weiterer Gastautor sich in naher Zukunft auch mal wieder die Ehre geben wird. Friendship!
--jks |
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Immer noch Schnee!
Verfasst von Christoph "Sicarius" Hofmann
Am 22.02.2010 um 00:00
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Die ganze Woche hat es getaut. Am Samstag konnte ich gar mal wieder richtig den Hof kehren. War ja klar, dass es dann gestern Nacht wieder schneien musste *seufz*. Und Kessy darf tatsächlich noch ein drittes Mal zum Frisör. Am Samstag war sie sogar noch schlechter gelaunt als die Woche zuvor. Keine fünf Minuten und schon schlug sie wieder um sich. Angeblich wird das mit zunehmendem Alter noch schlimmer. Ich mag gar nicht dran denken - dabei wird sie dieses Jahr doch erst acht. Warum habe ich keine normale Katze?
Star Trek Online bin ich immer noch nicht Level 11 (Lieutnant Commander) – erst 9. Das wird eine Weile dauern bis ich Level 50 bin. Dafür kam endlich meine BioShock 2 Special Edition (ja, die mit der Schallplatte) an. Natürlich die PC-Version, die ganz klar der Xbox-360-Fassung überlegen ist. Ich hatte zwar schon ein paar ärgerliche Abstürze, aber das gleicht die bessere (DirectX 10-)Grafik und vor allem die Steuerung wieder aus. Erstmals habe ich dabei den direkten Vergleich, da ich es (wie bekannt sein sollte) bereits auf der Box durchgespielt hatte. Und allein die Tatsache, dass ich die allererste Big Sister auf "Hart" und ohne aktive Vita Chambers im ersten Anlauf platt gemacht habe, zeigt für mich den deutlichen Unterschied. Auf der Box habe ich das auf "Normal" nur ein einziges Mal geschafft (ihr seht es im Testvideo). Gut, ich habe natürlich jetzt auch schon sehr viel Erfahrung mit den Gegnern. Das ist sicherlich mit ein Grund für meinen Erfolg. Dennoch zeigt BioShock 2 mir mal wieder ganz klar auf, dass Maus + Tastatur einfach besser geeignet sind für solche Spiele. Ich kann deshalb nur mit dem Kopf schütteln, wenn sich Leute darüber beschweren, dass in den PC-Versionen von BioShock 2 und Mass Effect 2 keine Gamepads unterstützt werden. Es müssen nicht einmal die Kämpfe sein. Schon allein das Untersuchen eines Raumes ist mit einem Stick eine langwierige und umständliche Aufgabe, bei der ich die meiste Zeit nur den Fußboden gesehen habe.
Neben BioShock 2 drehte auch noch weiter Battlestar Galactica im DVD-Laufwerk seine Runden. Das Ende der dritten Staffel ist richtig genial. Verraten werde ich darüber natürlich nichts. Aber die Hintergrundmusik (eine Cover-Version von Bob Dylans "All Along The Watchtower") ist einfach nur perfekt auf die Bilder abgestimmt. Vor allem die letzten 15 Minuten der Folge mit den dicken Cliffhangern werden durch Bear McCrearys Komposition zu einem fantastischen Erlebnis. Was mich übrigens auch dazu getrieben hat, mir die sündteuren Soundtrack-CDs (selbst in den UK kosten sie rund 18 Pfund!) zu holen. Wobei ich "Passacaglia", ein langsames Geigenstück, schon seit dem Cliffhanger von Staffel 1 unbedingt mal in anständiger Qualität hören wollte (und es mittlerweile schon einige Dutzend Mal getan habe). Wer die Lieder nicht kennt, sollte sie sich auf jeden Fall mal bei YouTube antun, auch wenn sie dort höchstens halb so gut klingen. Und Bob Dylan könnt ihr dann auch gleich noch anschmeißen. Den kann man auch nicht oft genug hören.
Gestern habe ich mein Mass Effect 2 Kompendium um zwei Absätze ergänzt. Es kamen immer wieder die zwei gleichen Google-Anfragen: "Wie komme ich mit Kelly Chambers ins Bett?" und "Wie überlebt mein Team die Selbstmordmission?". Da musste ich natürlich endlich mal Kapital draus schlagen und den Leuten das geben, nachdem sie verlangen. Vielleicht wird er nun noch mehr aufgerufen. An den Erfolg des Dragon Age Origins Kompendium kann es aber trotzdem nicht anknüpfen, soviel ist leider klar. Zum Release von Dragon Age: Origins - Awakening werde ich das vermutlich noch einmal aktualisieren und dann die 100.000 Aufrufe knacken!
Sonntagmittag ging außerdem noch mein neuer Report online:
Die Games Academy - Ich hatte es glaube ich mal in einem Nebensatz erwähnt, dass JakillSlavik mich nach Frankfurt zu einer Informationsveranstaltung geschleift hat. Als pflichtbewusster Journalist habe ich natürlich die Gelegenheit wahrgenommen und die verschwendete Zeit mit einem informativen Report ausgeglichen. Ist gar nicht so einfach es nicht zu sehr nach einer Werbebroschüre klingen zu lassen, wenn es nur um eine Institution geht. Da das Ergebnis aber natürlich von höchster Stelle abgesegnet wurde, habe ich denke ich wieder gute Arbeit geleistet. Wenn ihr also vorhabt Spieleentwickler zu werden, solltet ihr mal reinschauen. Für alle anderen ist er vermutlich nicht ganz so interessant – was euch aber natürlich nicht davon abhalten sollte ihn zu lesen.
Als nächstes steht mal wieder ein Test auf dem Programm. Welcher verrate ich natürlich wie immer nicht. Nur so viel: auch Mick Schnelle hätte das Spiel gerne getestet. Wenn das mal nicht den Erfolgsdruck ins Unermessliche steigert...
PS: Um die eigentlich rhetorische Frage im ersten Absatz zu beantworten: Weil es ja sonst langweilig wäre. Einen Schmusetiger hat doch jeder. Eine echte Raubkatze, die vermutlich selbst einen Löwen Angst einjagen würde – das ist eine Herausforderung. PPS: Micks genialen Test zu Star Wolves 3 – Civil War solltet ihr unbedingt lesen, auch wenn euch das Spiel nicht interessiert! |
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